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Rutschiges Laub im Herbst: behalte am E-Bike die volle Kontrolle

Rutschiges Laub im Herbst: behalte am E-Bike die volle Kontrolle

Nach den warmen, trockenen und vor allem langen Sommertagen beginnt es nun schon spürbar früher zu dämmern. Die kühleren Temperaturen auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Heimweg sind fürs Radfahren perfekt — bringen aber auch eine höhere Regenwahrscheinlichkeit mit sich. Wie man sich bei nasser Fahrbahn und rutschigem Boden richtig verhält und welche Gefahren bestehen, erklären wir hier.

Unsicheres Gefühl bei Nässe und Laub

Wenn es tagsüber trocken ist, sind die meisten Radfahrer sicher unterwegs. Die Sorge kommt mit den ersten dunklen Wolken. Denn die kündigen nasse, schmierige und rutschige Radwege und Straßen an. Auch das Laub, das an den Bäumen langsam bunt wird, ist eine Rutschgefahr, sobald es auf dem Asphalt landet.

Fahrrad fährt knapp neben Schienen auf nasser Straße

Warum rutschiges Laub im Herbst so tückisch ist

Um zu erklären, wieso nasses Laub eine Gefahr für Radfahrer ist, sehen wir uns kurz an, wieso ein Reifen auf Asphalt normalerweise gut haftet.

Der Reibungswert von trockenem Asphalt, nassem Asphalt und nassem Laub

Wie gut ein Fahrradreifen haftet, hängt von zwei Faktoren ab: dem Gewicht von Fahrer und Fahrrad einerseits und dem Reibungswert andererseits. Je höher der Reibungswert, desto besser greift der weiche Gummi des Reifens in den Bodenbelag.

  • Trockener Asphalt: Reibungswert von 0,8 – 0,9 (sehr hoch)
  • Nasser Asphalt: Reibungswert von etwa 0,5 (bereits deutlich weniger)
  • Nasses Laub: Reibungswert von nur noch 0,15 – 0,2!

Der Reibungswert von nassem Laub entspricht fast dem von Blitzeis!

Zerdrücktes Laub erzeugt einen viskosen Schmierfilm

Wasser und Laub drängen sich zwischen Reifengummi und rauen Asphalt. Reine Nässe wird vom Profil des Gummireifens meist gut verdrängt, bei Laub geht das jedoch nicht so leicht: Es wird in den Asphalt gedrückt und verstopft die raue Oberfläche — der Gummi findet keinen Halt mehr. Zerdrückte Blätter geben zudem Zellsaft und Pektine ab, die sich mit Wasser zu einem dickflüssigen, seifigen Schmierfilm vermischen. Dieser viskose Saft kann vom Reifenprofil nicht schnell genug verdrängt werden, weshalb das Rad auf dem Untergrund aufschwimmt.

💡 Dieser Schmierseifeneffekt tritt übrigens auch auf, wenn sich Schmutz, Feinstaub und Reifenabrieb bei trockenem Wetter auf der Fahrbahn sammeln und sich beim nächsten Schauer mit Regenwasser vermischen!

Auch geschichtetes Laub ist gefährlich, da die einzelnen Blätter gegeneinander abgleiten. Das Fahrrad rutscht dann nicht nur auf dem Laub, sondern mit dem Laub weg.

Achtung E-Bikes: Höheres Gewicht verändert Bremsweg und Lenkstabilität

Das höhere Gewicht von E-Bikes sorgt für einen höheren Anpressdruck auf die Fahrbahn. Das ist grundsätzlich gut für die Haftung beim Geradeausfahren. Beim Beschleunigen, Bremsen und Abbiegen erzeugt das höhere Gewicht allerdings größere Seitenkräfte. Die Gefahr, dass das E-Bike beim Abbiegen seitlich wegrutscht, ist erhöht; zudem verlängert sich der Bremsweg.

3 Praxis-Tipps für maximale E-Bike-Stabilität

Die Stabilität von E-Bike und Fahrrad hängt von drei Komponenten ab: wie viel Reifenfläche auf der Fahrbahn aufliegt, wie hoch die Geschwindigkeit ist und ob man Instabilitäten aktiv ausgleichen und korrigieren kann. Daraus folgen unsere drei Praxis-Tipps für maximale Stabilität:

  • Reifendruck im Herbst leicht senken: So erhöht sich die Auflagefläche der Reifen.
  • Geschwindigkeit reduzieren und vorausschauend bremsen.
  • Goldene Regel: Niemals die Hände vom Lenker nehmen, wenn der Untergrund rutschig ist oder hohe Seitenkräfte wirken.
Radfahrer fährt beim Abbiegen mit beiden Händen am Lenker und Blinker durch Pfütze.


Abbiegen mit beiden Händen am Lenker

Beim Abbiegen sind die Seitenkräfte am höchsten. Hier sollte man unbedingt beide Hände am Lenker haben. Mit dem klassischen Handzeichen ist das nicht möglich — mit einem modernen Fahrrad-Blinker-Set bzw. High-Tech-Blinker fürs E-Bike dagegen schon.

Mit einem Blinker fürs Fahrrad wie Flasher kannst du abbiegen, ohne eine Hand vom Lenker nehmen zu müssen. Du schwenkst einfach den Ellenbogen zur Seite, um die ultrahellen LEDs im Blinker-Armband zu aktivieren. Dadurch musst du deine Stabilität beim Abbiegen nicht opfern.

Flasher Blinker im Regen – Wasser perlt an Armbändern ab

» Flasher Armbänder ansehen


Ein weiterer Vorteil zeigt sich beim Bremsen, denn die Armbänder funktionieren zugleich als Bremslicht fürs E-Bike und Fahrrad. Die Sensoren in den Armbändern reagieren automatisch auf Verzögerung. Dadurch hast du beim Bremsen auf nasser Fahrbahn oder Laub jederzeit beide Hände an den Bremshebeln und kannst die Bremswirkung optimal auf Vorder- und Hinterradbremse verteilen. Das trägt maßgeblich zur Stabilität bei.

Zusatznutzen der Armbänder: Durch die Position am Oberarm sorgen sie bei Nebel und Dämmerung für höhere Sichtbarkeit auf Augenhöhe der Autofahrer, sodass du auf dem Arbeits- oder Heimweg sicher durch die Dunkelheit kommst.

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